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Am Klosterwasser
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Kaschwitz

8 km Südostwerts Kamenz, 250m NN, Flächengröße 157 ha.
Bauernweiler mit Block- und Gewanneflur.
Etwa 105 Einwohner. Landwirtschaft

Etwa die Hälfte des Dorfes besteht noch aus Fachwerkbauten, von denen nur noch eine Scheune mit Stroh gedeckt ist. Das Gehöft Nr. 15 ist eine große Vierseitanlage mit übereckstehender, geschweifter Toreinfahrt und Hoflinde. Unweit davon steht an der Straße ein gepflegtes Fachwerkgebäude mit Andreaskreuzen. Eine eigenartige altertümliche Anlage ist der Gasthof, dessen sämtliche Gebäudeteile aus Fachwerk bestehen. Der dreiseitige Fachwerkhof Nr. 11 verdient ebenfalls besondere Erwähnung. Aus der frühgeschichtlichen Zeit wurde ein Gefäß mit Münzen geborgen, deren Datierung etwa auf 1130 festgelegt wurde. Der Baumbestand im Dorf, an den Bächen und teilweise auch an den Wegen ist gut. Die sonst offene Flur wird in der Nordoststrecke von einem prächtigen Laubwaldrest und im Westen von dem Waldgebiet des Leipsberges begrenzt. Ein noch viel zuwenig bekannter Aussichtspunkt ist die Höhe des Weges zwischen Kaschwitz und Ostro.

Von hier aus genießt man bei klarem Wetter einen herrlichen Rundblick ins Mittellausitzer Bergland. Der Czorneboh und sogar die Landeskrone bei Görlitz sind dann zu sehen. Im Westen breitet sich die Bergkette vom Hochstein bis zum Hutberg aus. An ihrem Fuß sieht man Elstra mit dem Wohlaer Ländchen und die Sechsstadt Kamenz. Nach Nordosten und Norden aber übersieht man das fruchtbare Gefilde der „Klosterpflege“ mit den vielen Weilern, Dörfern und Kirchen, von denen das Kloster St. Marienstern und die Kirche von Göda wegen ihrer geschichtlichen Bedeutung verdienen, genannt zu werden. Dahinter schweift der Blick über die endlosen Wälder unserer Niederung, des Urstromtales und der Niederlausitzer Heiden. Aus ihnen leuchten überall weiße Halden der Braunkohlengruben und ragen qualmende Schlote der Anlagen unserer Grundstoffindustrie.

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