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Etwa
die Hälfte des Dorfes besteht noch aus Fachwerkbauten, von denen
nur noch eine Scheune mit Stroh gedeckt ist. Das Gehöft Nr. 15 ist
eine große Vierseitanlage mit übereckstehender, geschweifter Toreinfahrt
und Hoflinde. Unweit davon steht an der Straße ein gepflegtes Fachwerkgebäude
mit Andreaskreuzen. Eine eigenartige altertümliche Anlage ist der
Gasthof, dessen sämtliche Gebäudeteile aus Fachwerk bestehen. Der
dreiseitige Fachwerkhof Nr. 11 verdient ebenfalls besondere Erwähnung.
Aus der frühgeschichtlichen Zeit wurde ein Gefäß mit Münzen geborgen,
deren Datierung etwa auf 1130 festgelegt wurde. Der Baumbestand
im Dorf, an den Bächen und teilweise auch an den Wegen ist gut.
Die sonst offene Flur wird in der Nordoststrecke von einem prächtigen
Laubwaldrest und im Westen von dem Waldgebiet des Leipsberges begrenzt.
Ein noch viel zuwenig bekannter Aussichtspunkt ist die Höhe des
Weges zwischen Kaschwitz und Ostro.
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Von
hier aus genießt man bei klarem Wetter einen herrlichen Rundblick
ins Mittellausitzer Bergland. Der Czorneboh und sogar die Landeskrone
bei Görlitz sind dann zu sehen. Im Westen breitet sich die Bergkette
vom Hochstein bis zum Hutberg aus. An ihrem Fuß sieht man Elstra
mit dem Wohlaer Ländchen und die Sechsstadt Kamenz. Nach Nordosten
und Norden aber übersieht man das fruchtbare Gefilde der „Klosterpflege“
mit den vielen Weilern, Dörfern und Kirchen, von denen das Kloster
St. Marienstern und die Kirche von Göda wegen ihrer geschichtlichen
Bedeutung verdienen, genannt zu werden. Dahinter schweift der Blick
über die endlosen Wälder unserer Niederung, des Urstromtales und
der Niederlausitzer Heiden. Aus ihnen leuchten überall weiße Halden
der Braunkohlengruben und ragen qualmende Schlote der Anlagen unserer
Grundstoffindustrie.
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